Hessische Kommunale Jobcenter zur neuen Grundsicherung:

Neue Wege in Arbeit, verlässliche Unterstützung und klare Regeln

Gemeinsame Pressemitteilung Hessische Kommunale Jobcenter:

Zum 1. Juli 2026 trat die neue Grundsicherung in Kraft. Sie löst das bisherige Bürgergeld ab und richtet die Unterstützung für arbeitsuchende Menschen neu aus.

Die Hessischen Kommunalen Jobcenter hatten sich auf die anstehenden Veränderungen frühzeitig vorbereitet und ihre Angebote sowie internen Prozesse entsprechend ausgerichtet. Dabei behalten sie ihren sozialen und ökonomischen Auftrag – über alle Gesetzesreformen hinweg – fest im Blick.

Inhaltlich unterscheidet sich die neue Grundsicherung vom Bürgergeld vor allem durch einen stärkeren Fokus auf eine vorrangige Arbeitsmarktintegration und eine verbindliche Mitwirkung der leistungsbeziehenden Menschen. Während beim Bürgergeld Vertrauen, Kooperation und Qualifizierung besonders im Vordergrund standen, rückt die neue Grundsicherung die frühzeitige Vermittlung in Beschäftigung wieder stärker in den Mittelpunkt. Mehr persönliche Beratung, Potenzialanalysen und verbindliche Vereinbarungen sollen dazu beitragen, individuelle Fähigkeiten und Möglichkeiten schneller zu identifizieren, um Wege in Beschäftigung zu eröffnen.

Verbunden damit rücken Rechte und Pflichten wieder stärker in den Blick. Wer Unterstützung benötigt, soll diese weiterhin verlässlich erhalten. Zugleich wird erwartet, dass vereinbarte Schritte umgesetzt und zumutbare Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme wahrgenommen werden.

Zudem sieht das neue Gesetz vor, dass künftig früher und klarer geprüft wird, ob eigenes Vermögen vorrangig eingesetzt oder unangemessen hohe Unterkunftskosten angepasst werden müssen. So verbindet die neue Grundsicherung soziale Absicherung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln, denn Leistungen sollen gezielt dort ankommen, wo sie benötigt werden. Dazu gehört auch, Sozialleistungsmissbrauch konsequent entgegenzuwirken.

Die praktische Umsetzung des neuen Gesetzes erfolgt durch die Hessischen Kommunalen Jobcenter in enger Kooperation mit den Akteuren der regionalen Arbeitsmärkte, eingebunden in die sozialen Netzwerke und unter Einbeziehung der kommunalen Unterstützungsangebote: So werden passgenaue Lösungen für die Menschen vor Ort entwickelt. 

Beratung dort, wo die Menschen leben: Jobcenter setzt auf Sozialraumorientierung

Die Umsetzung der neuen Grundsicherung erfolgt vor Ort – und genau dort setzt das Kommunale Jobcenter bereits seit mehreren Jahren erfolgreich an. Mit regelmäßigen Beratungsangeboten in den Kommunen werden Menschen direkt in ihrem Lebensumfeld erreicht.

Seit rund zwei Jahren bietet das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill regelmäßige Sprechstunden beispielsweise in Aßlar an – in enger Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern der Kontakt- und Beratungsstelle der Stadt Aßlar. Seit dem vergangenen Jahr finden zudem Beratungen in der Stadtverwaltung Solms statt. Ein weiteres Angebot in Schöffengrund ist für den Spätsommer geplant.

Die Erfahrungen sind positiv. Marcus Baselt, Arbeitsvermittler aus Aßlar berichtet: „Manche der Kunden wohnen direkt vor Ort, ein oder zwei Straßen weiter und kommen dann spontan bei der Beratung vorbei.“ 

Die Jobcentermitarbeitenden unterstützen bei ganz individuellen Fragen rund um die Jobsuche. „Oft bringen Menschen ihre Bewerbungsunterlagen mit und wünschen sich eine Einschätzung oder konkrete Hinweise, wie sie die Unterlagen verbessern können“, berichtet Baselt weiter. Durch die enge Vernetzung vor Ort könne schnell an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote weitervermittelt werden.

Ein Kollege aus Solms berichtet, dass manche Menschen, bislang wenig Berührungspunkte mit dem System der sozialen Sicherung hätten. Dort gehe es zunächst oft darum, Orientierung zu geben und die richtigen Ansprechpersonen zu finden.

Vor Ort stehen in erster Linie Arbeitsvermittler*innen für Fragen rund um Arbeit, Qualifizierung und berufliche Perspektiven zur Verfügung. Gleichzeitig unterstützen sie dabei, Anliegen an die zuständigen Stellen im Jobcenter weiterzugeben und die richtigen Kontakte herzustellen.

Mit den Angeboten in Aßlar, Solms und künftig auch Schöffengrund setzt das Jobcenter auf kurze Wege, starke kommunale Netzwerke und passgenaue Unterstützung. Viele Anliegen lassen sich dadurch unkompliziert und direkt im Lebensumfeld der Menschen klären.

Der Auftrag bleibt klar: Die Hessischen Kommunalen Jobcenter eröffnen Wege in Arbeit, unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen und stärken gesellschaftliche Teilhabe. Die neue Grundsicherung gibt dafür einen verbindlichen Rahmen vor – mit verlässlicher Hilfe für diejenigen, die Unterstützung brauchen, und klaren Erwartungen an diejenigen, die arbeiten können.

Die Hessischen Kommunalen Jobcenter gestalten den Wandel vor Ort.
Neue Rahmenbedingungen. Bewährte Unterstützung. #Stark.Sozial.VorOrt.