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31.08.2020

Hessische Kommunale Jobcenter unterstützen Betriebe und Jugendliche bei der Aufnahme einer Ausbildung: Stark. Sozial. Vor Ort.


Der reibungslose Start in die Ausbildung bildet für viele junge Menschen das Fundament für das gesamte weitere Berufsleben. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen viele Schulabgänger*innen vor unerwarteten Herausforderungen.

Die bewährte, persönliche Berufsberatung in den Schulen und Berufs-Informations-Zentren fand in den zurückliegenden Monaten nicht in der gewohnten Weise statt. Praktika zur beruflichen Orientierung und Ausbildungsvorbereitung waren im ersten Halbjahr 2020 kaum möglich; viele Bewerbungsverfahren für Ausbildungsstellen unterlagen erheblichen Einschränkungen. Alles Faktoren, die den Wechsel von Schule zu Beruf gerade für Jugendliche im SGB-II-Leistungsbezug deutlich erschwert haben.

In dieser Situation waren und sind die Kommunalen Jobcenter in Hessen besonders gefordert. Während klassische Info-Veranstaltungen und vergleichbare Formate im Zuge des Lockdowns ausschieden, rückten vielerorts neue und kreative Beratungsansätze in den Vordergrund. Gespräche fanden über Telefon und E-Mail statt. Kolleg*innen im Außendienst besuchten einzelne Jugendliche zuhause und führten draußen Gespräche an einem ruhigen Ort. Ausbildungsmessen und Informationsveranstaltungen in der Region wurden in digitale Formate umgewandelt. Dank digitaler Medien reißt die Kommunikation auf Augenhöhe zu den Jugendlichen nicht ab. Um diese fit für den Ausbildungsstart zu machen, nutzen die Kommunalen Jobcenter zudem maßgeschneiderte Beratungs-, Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote. Die Mitarbeitenden legen den Fokus konsequent auf die persönlichen Stärken und Potentiale junger Menschen.

Frau Z., 21 Jahre alt aus Herborn hat während Corona eine Ausbildungsstelle als Fertigungsmechanikerin gefunden. Nach ihrem Abschluss 2018 hat Sie keine Arbeit gefunden und war auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) angewiesen. Gesundheitlich stark eingeschränkt musste sie sich mehreren Operationen unterziehen und war deshalb sechs Monate nicht erwerbsfähig. Dank einer guten Begleitung durch ihre persönlichen Ansprechpartner des Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill und die finanzielle Unterstützung, konnte sie sich gesundheitlich stabilisieren und startet nun im September ihre Ausbildung.

„Mir ging es lange Zeit gesundheitlich nicht gut. Das war eine schwierige Zeit für mich. Meine letzten beiden Betreuer vom Jobcenter haben mir ihre Hilfe bei der Ausbildungssuche angeboten. Meine Mama bekommt schon lange Hartz IV. Eigentlich so lange ich denken kann.
Mir war es aber wichtig eigenständig eine Ausbildung zu finden. Ich habe deshalb selbst nach Ausbildungsstellen gesucht.
Bei meinen Betreuern habe ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Mir wurde entgegengekommen und kein Druck gemacht. Sie haben sich immer wieder gemeldet und gefragt wie es mir geht.
Jetzt habe ich den Job gefunden, den ich mir gewünscht habe und mir geht es gesundheitlich viel besser.“

Kommunale Jobcenter in Hessen lassen ihre Jugendlichen nicht allein!
Gemeinsam mit den einzelnen regionalen Arbeitgebern, Kammern, Wirtschaftsverbänden und Agenturen für Arbeit arbeiten die Kommunalen Jobcenter unermüdlich daran, passgenaue Lösungen zu finden, um den jungen Menschen im SGB II mit einer Ausbildung eine zukunfts- und existenzsichernde Perspektive zu eröffnen. Über allem steht das Credo der Kommunalen Jobcenter in ganz Deutschland: #Stark.Sozial.VorOrt.

Kontakt
Stefanie Rohn
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
+49 6441 2107-5222
stefanie.rohn@jobcenter-lahn-dill.de