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18.01.2021  Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Stefanie Rohn

Gemeinsam gegen illegal entsorgten Müll-Langzeitarbeitslose setzen sich in einer „Task-Force“ im Stadtgebiet Wetzlar gegen unerlaubt abgelegten Unrat ein


Foto: Rawa Zangana (Personal- und Organisationsamt), Erik Bade (Leiter Stadtbetriebsamt), Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), Umweltdezernent Norbert Kortlüke, Monika Weisbecker (Internationaler Bund), Eva Weiß-Kruff (Jobcenter Lahn-Dill), Sebastian Kleist (Vorstand Jobcenter Lahn-Dill), Frank Gebhardt (Internationaler Bund), v.l.n.r. , Foto: Rohn

Am Donnerstag, den 14.01.2021 wurde im Stadtverordnetensitzungssaal das Kooperationsprojekt der Stadt Wetzlar mit dem Internationalen Bund e. V. und dem Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill vorgestellt. Das Projekt soll künftig die Ablagerungen unerlaubter Abfälle reduzieren.

Wilde Müllablagerungen sind kein spezielles Wetzlarer Thema. Immer mehr Menschen entsorgen Ihren Müll auf öffentlichen Flächen, in der Stadt oder in der freien Natur. Deshalb wurde die Stadt Wetzlar aktiv und hat gemeinsam mit der IB Südwest gGmbH – Bildungszentrum Mittelhessen und dem Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill die „Task-Force Wilder Müll“ ins Leben gerufen, die sich um die Beseitigung von illegalem Abfall kümmert.

„Es ist eine Ergänzung zu unserem System. Das heißt, dass unsere ausgefeilten Angebote weiterhin genutzt werden sollten“, betont Herr Oberbürgermeister Wagner der auf die ordnungsgemäße Entsorgung von Rest-, Sperrmüll, Bauschutt, Sondermüll sowie Elektroschrott auf den Wertstoffhof oder die kostenlose Sperrmüll-Abfuhr hinwies.

„Die „Task-Force“ ist eine Ergänzung der vorhandenen Strukturen bei der Stadtreinigung und dem Stadtbetriebsamt – kein Ersatz.“

2013 waren 80 Fälle der Entsorgung von illegalem Anfall bekannt, 2016 bereits 300. „Dies stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an. Mit Corona spitzte sich die Situation zu. Wir gehen davon aus, dass wir mittlerweile 400 Fälle haben“, erklärt Umweltdezernent Norbert Kortlüke.

Da an den nötigen Stellen kein zusätzliches Personal vorhanden war, entstand die Idee des Projektes.

„Wir können innerhalb von 24 Stunden garantieren, dass illegaler Müll beseitigt wird“, erklärt Monika Weisbecker vom Internationalen Bund. Der IB stellt für dieses Projekt zwei fest angestellte Kräfte, ein Fahrzeug, Schutzkleidung sowie digitale Endgeräte zur Verfügung. Die Taskforce fährt ab Montag, den 18.01.2020 ausgewählte Touren zu Hotspots, die besonders von illegalem Abfall betroffen sind.

Das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill konnte für diese Aufgabe zwei motivierte langzeitarbeitslose Menschen gewinnen, die nun über das Teilhabechancengesetz §16i SGB II in eine geförderte Beschäftigung einmünden. „Das Projekt ist eine Win-win-Situation für alle. Wir ermöglichen dadurch Teilhabe am Arbeitsmarkt und verbinden dies mit ökologischer Nachhaltigkeit“, sagt Jobcenter-Vorstand Sebastian Kleist. Ökologische Nachhaltigkeit ist ein Thema, mit dem sich das Kommunale Jobcenter auch intern beschäftigt.

„Mit §16 i ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Sebastian Kleist. Die Projektkoordinatorin des Kommunalen Jobcenters Eva Weiß-Kruff ergänzt, dass das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill sehr überzeugt von dem ganzheitlichen Ansatz dieses Förderinstrumentes ist. In Verbindung mit einem individuellen Beschäftigungsbegleitendem Coaching bekommen langzeitarbeitslose Menschen die Chance in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen.

Kontakt
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Stefanie Rohn
+49 6441 2107-5222
stefanie.rohn@jobcenter-lahn-dill.de

Mehr dazu:
wetzlar.de
mittelhessen.de
Wetzlarer Neue Zeitung